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UNTERNEHMENSBEWERTUNG >1 >2
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Der Wert des Unternehmens >1
Nicht nur betriebliche Werte zählen >1
Methoden der Unternehmensbewertung >1
Welche Bewertungsmethode ist die Richtige? >1
Ertragswertmethode >1
Substanzwertmethode >2
Kombination von Ertrags- und Substanzverfahren >2


2. Substanzwertmethode: Der Wert der einzelnen Vermögens- gegenstände

Der Substanzwert sollte lediglich als ein Hilfswert angesehen werden. Beim Substanzwert handelt es sich um den Wert aller materiellen und immateriellen Vermögenswerte, einschliesslich der stillen Reserven. Als Wert werden hier zumeist die aktuellen Marktpreise der Vermögens- werte zu Grunde gelegt. Der Substanzwert trifft keine Aussage über zukünftige Erträge des Unternehmens.

Die Substanzwertmethode wird bei kleineren Unternehmen angewandt, deren Ertragskraft von der Unternehmerpersönlichkeit geprägt ist und die über eine übliche Ausstattung verfügen. Allerdings können nicht-bilanzierungsfähige Werte (z.B. Firmen-Know-how, Software, Mit- arbeiterqualifikation) nicht berücksichtigt werden, es sei denn es handelt sich beispielsweise um patentierte und/oder vermarktungs- fähige ideelle Werte (z. B. Software).

Das Substanzwertverfahren spielt ausserdem eine Rolle bei Unter- nehmen, die überdurchschnittlich hohe Vermögenswerte besitzen, wie beispielsweise Immobiliengesellschaften.

Der Substanzwert wird ermittelt als Summe der im Unternehmen vorhandenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden. Dabei wird betriebsnotwendiges Vermögen mit den Wiederbeschaffungskosten bewertet und nicht betriebsnotwendiges Vermögen mit dem zu erziel- enden Veräusserungspreis.

Vermögensgegenstände minus Schulden = Substanzwert

Der Wert für die Substanz des Unternehmens, wie Immobilien, Maschinen, Geräte, Einrichtungen, Fahrzeuge und Warenlager ist nicht der Bilanz zu entnehmen. Massgeblich ist nur der Marktwert. Zur Ermittlung des Substanzwertes ziehen Sie am besten einen Sachverständigen hinzu.

Da allerdings Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie das Know-how der Mitarbeiter nicht bewertet werden, und vor allem auch die Ertragssituation des Unternehmens nicht berücksichtigt wird, werden ertragsstarke Unternehmen hier in der Regel zu niedrig bewertet und ertragsschwache Unternehmen möglicherweise zu hoch. Aber was nutzen dem Nachfolger moderne Maschinen und wertvoller Grund und Boden, wenn daraus kein Gewinn erzielt werden kann?

3. Kombination von Ertrags- und Substanzwertverfahren

In der Praxis werden Ertragswert- und Substanzwertverfahren meist kombiniert, wobei der Ertragswert - in der Regel - zu 90 Prozent den Kaufpreis bestimmt, der Substanzwert dagegen nur zu 10 Prozent. Eine Ausnahme bilden Unternehmen, deren Substanz tatsächlich von besonders hohem Wert ist wie beispielsweise Immobiliengesellschaften.

Welche Methoden zur Kombination der beiden Verfahren angewandt werden ist sehr verschieden. Auch wenn für Banken allgemein die Ertragskraft eines Unternehmens entscheidend ist, so wird die Einschätzung der zukünftigen Erträge oder die Berücksichtigung der Unternehmenssubstanz doch von Bank zu Bank unterschiedlich gehand- habt.



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