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Allgemeine Fakten >1
Entscheidung >2
Emotion >2
Unternehmenstestament >3


Allgemeine Fakten

In den vorangegangenen Kapiteln haben wir uns schon eingehend mit dem Thema Betriebsnachfolge beschäftigt – wieso wird hier jetzt als eigener Punkt extra die Familiennachfolge behandelt? Nun, generell treffen natürlich alle Überlegungen die bereits genannt wurden auch für die Familiennachfolge zu, allerdings mit dem entscheidenden Unter- schied, dass eine persönliche Beziehung zu dem Nachfolger vorhanden ist und somit Emotionen miteinfliessen, die bei einem Käufer ausserhalb der Familie nicht in dieser Form zur Geltung kommen. Des weiteren ist die Familiennachfolge eine Herausforderung und Belastungsprobe für die ganze Familie. Zur Veranschaulichung folgendes Beispiel:

Der Vater ist seit der Geburt seines Sohnes davon ausgegangen, dass dieser im entsprechenden Alter in das Familienunternehmen zuerst als Partner einsteigen und - wenn die Zeit dafür reif ist - das Unternehmen übernehmen wird. Der Sohn allerdings hat nach Abschluss der Matura nur auf Wunsch seines Vaters hin ein wirtschaftliches Studium absolviert. Er hat nicht die Absicht in das Unternehmen des Vaters einzutreten geschweige denn dieses zu übernehmen – lieber würde er sich in der Forschung auf das Thema Biotechnologie spezialisieren. Doch aus Pflichtbewusstsein hat der Junior noch nicht mit dem Vater darüber gesprochen. Als der Zeitpunkt zur Übernahme näherrückt, beugt sich der Sohn dem Willen des Vaters und übernimmt mit entsprechenden Übergangszeiten das Unternehmen.

Dass diese Variante der Übernahme nicht dem Idealfall entspricht, muss nicht extra erwähnt werden. Doch es zeigt eines der Haupt- probleme innerhalb der Familiennachfolge: die Kommunikation wird aus Rücksicht auf die Gefühle eingeschränkt und Tabuthemen werden vermieden, um keine Konflikte in der Familie aufzubrechen. Aber gerade die offene und ehrliche Kommunikation ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Übernahme. Hierzu gehört aber auch ein Übergabefahrplan, in welchem fixe Spielregeln vereinbart werden, wie lange Senior und Junior gemeinsam im Unternehmen tätig sein werden, wer für welche Bereiche zuständig ist und welche Entscheidungskraft hat und wer wofür die Verantwortlichkeit trägt. Hier gilt als Faustregel dass die gemeinsame Zeit im Unternehmen so kurz wie möglich aber so lang wie nötig bemessen wird. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit und beginnen Sie frühzeitig mit der Planung Ihrer Übergabe. Ausserdem ist eine Betriebsübernahme gleichzeitig ein guter Zeitpunkt die derzeitige Rechtsform zu überdenken und zu überprüfen ob durch einen Wechsel bei der Übergabe etwaige Steuervorteile genutzt werden können. Weiters sollten Sie in dieser Phase Ihr Testament sowie Ihren Notfallsplan aktualisieren. Dieses heikle Thema ist gerade bei Unternehmern ein zu jeder Zeit aktuelles, wie folgendes Beispiel zeigt:

Rainer Lorenz ist der geborene Erfolgsmensch. Als er das Studium in Mindestzeit absolvierte, war der Grundstein zur eigenen Firma bereits gelegt - gemeinsam mit einem langjährigen Studienkollegen gründet er eine Elektronikfirma, die sich über das letzte Jahrzehnt zum grössten Zulieferer der Autoindustrie für Airbagsysteme entwickelte. Als sein Geschäftspartner krankheitsbedingt seinen Anteil an der Firma auf- geben muss, kann ihn Herr Lorenz problemlos ausbezahlen. Neben seinem erfolgreichen Unternehmen kann er auch privat zufrieden sein - seine Frau Renate und er sind seit 8 Jahren glücklich verheiratet und haben zwei reizende Töchter. Als er nach schweren Verhandlungen zur Übernahme einer Konkurrenzfirma sich schwer übermüdet auf den Heimweg macht, übersieht er an einer Kreuzung ein neu montiertes Verkehrsschild - der herankommende LKW kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und rammt sein Fahrzeug. Rainer Lorenz verunglückt tödlich am Unfallort. In Hinblick auf seine jungen Jahre gibt es keine Aufzeichnungen, welche die Nachfolge in seinem Unternehmen regeln.

Wie man an diesem Beispiel deutlich erkennt ist ein Notfallsplan für jeden Selbstständigen quasi Pflicht gegenüber seiner Firma, aber vor allem gegenüber seiner Familie. Die tragischen Ereignisse sind für die Hinterbliebenen schon Belastung genug – die Regelung in Bezug auf das Unternehmen sollte sie nicht zusätzlich in Anspruch nehmen. Der Notfallsplan sollte anders als das Unternehmenstestament auch auf die Gefahr einer Berufsunfähigkeit bzw. eines langfristigen Krankenstandes (Unfallfolgen, Koma,...) eingehen.



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Stressmanagement

Immer mehr Menschen leiden unter Stress – oft ist aufgebauter Stress überflüssig und leicht zu vermeiden.

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Konfliktmanagement

Eine Konfrontation muss nicht zwangs- läufig negative Folgen haben, wenn sich alle Gesprächspartner an gewisse Spielregeln halten.

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Führungsstil

Der Führungsstil eines Vorgesetzten beein- flusst das Arbeits- klima und die Entwicklung der Mitarbeiter ent- scheidend.

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Gerade für Ihre Mit- arbeiter stellt eine Be- triebsnachfolge eine unsichere Zeit dar – der richtige Moment für Mitarbeiter- motivation!

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