Was ist Franchising? >1
Formen des Franchisings >1
Risiken des Franchisings >2
Franchise und Vertrieb >2
Risiken des Franchisings
Bei Firmengründungen geschehen oft schon bei Beginn vermeidbare Fehler,
die das junge Unternehmen zum Scheitern bringen können. Bei vielen
Neugründungen wird der Notwendigkeit folgender Faktoren zu wenig
Augenmerk geschenkt:
- Die entsprechende Eigenkapitalausstattung
- Die bestehende Konkurrenz
- Die richtige Kalkulation
- Das Produkt oder die Dienstleistung
- Der Zielmarkt
- Die erforderliche Ausbildung
Die Insolvenzstatistik des Kreditschutzverbandes (KSV) zeigt, dass sich
die Zahl der Insolvenzen reduziert hat, dennoch überleben viele junge
Unternehmen
die ersten Jahre nicht. Statistisch wurde vom KSV aufgezeigt, dass 16,3
% der 1993 gegründeten Unternehmen 2002 noch wirtschaftlich tätig waren
- also 83,7 % haben die ersten neun Jahre überlebt. Die Insolvenzstatistik
zeigt aber auch, dass die Jungunter- nehmen im dritten Jahr die grössten
Schwierigkeiten haben.
Ein Vergleich mit dem Erfolg junger Franchisebetriebe ist in Österreich
leider noch nicht möglich. Eine Untersuchung hat jedoch ergeben,
dass nur 4% bis 7% der Franchisenehmer aufgrund wirtschaftlicher
Schwierigkeiten ihren Franchisebetrieb aufgegeben haben. Ein ähnlich
positives Bild ist auch für Österreich zu erwarten. Laut Statistiken
sperren bei den Franchise-Nehmern lediglich 5% innerhalb der ersten
drei Jahre wieder zu.
Franchise und Vertrieb
Franchise ist als Vertriebsform für internationale Aktivitäten
besonders gut geeignet und wird weltweit von vielen Franchise-Gebern
als
Vertrieb ihrer Produkte oder für Dienstleistungen genutzt. Sollte
sich ein Franchise-Unternehmen entschliessen international tätig
zu werden, sind folgende Betrachtungen von Bedeutung:
Bereits in der Vorlaufzeit
ist eine ausführliche Situationsanalyse
der wirtschaftlichen Bedingungen des Ziellandes inklusive einer Marktstudie
und zumindest einen (evt. längeren) Aufenthalt des Franchise-Gebers
in dem jeweiligen Land ratsam.
Besonders wichtig ist die entsprechende
Auswahl und Rekrutierung der Partner und Mitarbeiter. Personalpolitisch
muss vor allem auf die
kulturellen und sozialen Unterschiede Rücksicht genommen werden.
Dies betrifft sowohl Mitarbeiter aus dem eigenen Land, die sich entsprechend
anpassen sollten, als auch angeworbene Partner im Zielland.
Eine einheitliche
Linie weltweit ist in den meisten Fällen kaum
möglich. Länderspezifische Unterschiede und Eigenheiten müssen
sowohl in kauf- männischen Bereichen (z. B. unterschiedliche Bilanzierung),
in sozio- kulturellen Bereichen (z. B. verschiedene Lohnniveaus) und
rechtlichen
Gebieten (z. B. Arbeitszeitgesetze) berücksichtigt werden.
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