von Harald Schönbichler
Das berühmt-berüchtigte Web 2.0 hat unter anderem viele Plattformen hervorgezaubert, auf denen man andere Leute suchen kann, mit Leuten kommunizieren kann und so ein dichteres soziales Netz aufbauen kann. Diese sogenannten Social Networks haben ihren Ursprung in den USA, werden aber auch in Europa immer beliebter.
Doch die Netzwerke haben ein großes Problem: sie zielen auf junge Leute ab, die aber ihre Meinung in Sachen Netzwerk rasch und aus einer Laune heraus ändern können und dies auch oft tun. Das ist sowohl für die Planung der Plattform und der nötigen Kapazitäten schwierig, aber noch problematischer ist es für Unternehmen, die die junge Zielgruppe ansprechen möchten.
Aus der Sprunghaftigkeit der jungen Menschen heraus entwickelte sich in den USA ein neuer Trend, der jetzt langsam auch auf den EU-Raum überspringt. Dabei werden ähnliche Plattformen entwickelt, die aber als Zielgruppe ältere Menschen definiert haben. Hintergrund ist der, dass immer mehr ältere Leute nachträglich ins Internet kommen, teils weil sie durch die Kinder und Enkel Geschmack am Web finden, teils, weil sie Kurse besucht haben.
Im Gegensatz zu den Jugendlichen und Menschen bis 30 Jahre sind sie aber nicht so sprunghaft in ihrer Vorgehensweise und gelten als treue Mitglieder der Social Networks. Das hat zwei Vorteile: zum einen können die Plattformen besser planen und - fast noch wichtiger - zum zweiten erreichen die Unternehmen, die ältere Menschen ansprechen wollen, diese fast mit Garantie auf solchen Plattformen, was wiederum den Werbewert der Plattform selbst stark hebt.
Auch für UnternehmensgründerInnen und JungunternehmerInnen sind diese Plattformen interessant, weil sie, wenn ihre Produkte zur Zielgruppe passen, recht rasch viele Menschen ansprechen können.
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