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Die Tücken beim Management
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von Wolfgang Winkelbauer

Führungskräfte unterliegen oft einer Fülle von Informationen. Das ist an sich erfreulich, denn lange Jahre gab es viele Klagen, dass Entscheidungen im Unternehmen nicht getroffen werden konnten, weil es kaum Informationen als Grundlage gegeben hatte. Also wird das praktische Management nun einfacher.

Die Praxis sieht aber völlig anders aus. Denn so wie sich viele Menschen durch den Overkill der Informationen erschlagen fühlen, erst recht, seit das Internet sich gänzlich durchgesetzt hatte, ist auch für die Führungskräfte das Problem der Informationsfülle zur Last geworden.

Hat man früher das Problem gehabt, dass man sich viele Fakten "aus den Fingern saugen" musste, um zu einer Entscheidung kommen zu können, so ist heute das Problem, dass man richtig filtern können muss. Es gilt bei der Entscheidungsfindung, die wirklich wesentlichen Informationen herauszupicken und nebensächliche Fakten und Randnotizen zu ignorieren, um einen Blick für das Wesentliche behalten zu können.

Neben der Informationsfülle ist der Aktualisierungsgrad eine mühsame Hürde. Fakten, die heute stimmen, können morgen bereits wieder durch drei andere Informationen ersetzt sein. Das wird zum richtigen Hürdenlauf, wenn man langfristige Pläne schmieden will und seine Konzepte für das Unternehmen oder für den Unternehmensbereich, dem man vorsteht, entwickeln will. Deshalb braucht es auch eine gewisse Konsequenz, um bei seiner Linie zu bleiben und sich nicht von jeder Informationen nachhaltig vom Weg ablenken zu lassen.

Daher ist die an sich positive Entwicklung der schnellen Kommunikation manchmal die Basis für mühsames Planen, weil ständig neue Infos übermittelt werden. In alten Systemen hat der Kommunikationsweg länger gedauert und wenn eine Information dann nicht in den Entscheidungsprozess eingeflossen ist, war das auch nicht so schlimm.




 

 


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