von Lisi Bauer
In vielen Unternehmen kommt es zu scheinbaren Gesprächen, die offenbar Kommunikation sind, aber in Wirklichkeit niemanden etwas bringen. Diese Gespräche, die man als Pseudokommunikation oder als scheinbare Kommunikation bezeichnen könnte, kosten nur Zeit und blockieren die erforderliche effiziente Form der innerbetrieblichen Kommunikation.
Die Pseudokommunikation tritt dann auf, wenn sich zwei Personen in einem Unternehmen scheinbar unterhalten, aber Person B hört Person A gar nicht zu. Beispielsweise klagt Person A über seine derzeitige Arbeitssituation, aber Person B geht das links rein und rechts wieder raus und man B wartet nur, bis A sich wieder vertschüsst.
Gute Kommunikation wäre hingegen, dass man auf die Klagen von Person A eingeht und nachfragt, wieso schon wieder die gleichen Klagen kommen und welche Lösung erstrebenswert wäre. Damit erkennt Person A, dass man am Gespräch aktiv teilnimmt und fühlt sich auch gleich mehr geschätzt.
Aktive Kommunikation hat viele Vorteile. Sie kann helfen, die Motivation und das Selbstvertrauen zu stärken und damit die Produktivität zu erhöhen. Sie kann auch helfen, Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen, denn in verschiedenen Gesprächen mit den MitarbeiterInnen erfahren die Führungskräfte oft und früh genug, wo es zwickt. Doch leider agieren Führungskräfte machmal so wie Person B im Beispiel, indem sie nur hoffen, dass das Gespräch schnell beendet ist. Damit verhindern sie eine Prozessoptimierung, die in vielen Fällen aber leicht möglich gewesen wäre.
Scheinbare Kommunikation bringt ausser Zeitverlust nichts und je mehr solche Kommunikationsformen Platz greifen, umso schlechter für das Unternehmen.
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