von Bettina Triebl
Schon im November 2007 betrug die Inflation in Österreich 3,1 Prozent und hatte damit ein Niveau erreicht, das es zuletzt im Jahr 2001 gab. Der Dezember toppte diesen Wert aber noch deutlich durch eine von der Statistik Austria errechnete Inflationsrate von 3,6 Prozent.
Eine solch hohe Steigerung des Preisindex gab es zuletzt im Jahr 1993 und hatte vor allem zwei entscheidende Preistreiber: Der Treibstoff stieg um 23 Prozent an und die Lebensmittel auch um 8,2 Prozent. Letztere sind auch dafür Verantwortlich, dass der für Pensionistenhaushalte berechnete Preisindex sogar einen Anstieg von 3,9 Prozent für Dezember 2007 ergab.
Dass der Treibstoff im Dezember weiter stark gestiegen ist, war sowieso bekannt. Schon alleine durch die spekulativen Kräfte an den Börsen stieg der Ölpreis kurzfristig sogar über die 100 US-Dollar-Marke. Trotzdem ist der Preisanstieg beim Treibstoff in Österreich weit stärker ausgefallen, als in vielen anderen EU-Ländern, wie die Autofahrerklubs errechnet haben.
Auf das gesamte Jahr 2007 gesehen ergab sich eine Inflationsrate von 2,2 Prozent, womit ein ähnlicher Wert erreicht wurde wie im Jahr 2005. Damals lag die Inflationsrate in Österreich bei 2,3 Prozent. Den guten Wert von 1,5 Prozent aus dem Jahr 2006 konnte man beiweiten nicht halten.
Auch für 2008 wird eine hohe Inflationsrate erwartet, wodurch der Privatkonsum weiterhin auf Sparflamme agieren wird. Genau jener Privatkonsum ist es aber, der vielen Wirtschaftsexperten Sorgen macht, weil die guten Wirtschaftsdaten der letzten Monate und Jahre hauptsächlich auf Basis von Exporterfolgen erzielt wurden. Der Konsum der ÖsterreicherInnen selbst stieg kaum an..
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