von Sabine Mayr
UnternehmensgründerInnen und JungunternehmerInnen wird gerne nachgesagt, dass sie nicht leben und nur arbeiten. Ohne Dauerstress ist ein Unternehmen nicht zu gründen und auch nicht zu führen. Vielleicht liegt es an diesen Vorurteilen, dass manche vor einer Gründung eines eigenen Unternehmens zurückschrecken.
Natürlich ist die Arbeitsintensität besonders in der Anfangszeit hoch, aber generell lässt sich das nicht sagen, denn es kann auch durchaus entspannt zugehen. Vielmehr ist der Ansatz falsch, dass es nur die Eigentümer, also die UnternehmerInnen selbst trifft, die die Arbeit mit in das Privatleben schleppen.
Immer mehr Unternehmen, die im Geschäftsfeld der Personalberatung tätig sind, stellen nämlich in ihren zahlreichen Gesprächen fest, dass viele MitarbeiterInnen ihre Arbeit gerne nach Hause nehmen. Besonders gerne wird dies dann gemacht, wenn man sehr konzentriert arbeiten muss, viel Zeit braucht oder sich Entscheidungen gut überlegen muss.
Wichtige Entscheidungen, die das Berufsleben betreffen, werden fast immer zu Hause getroffen, obwohl sie unmittelbar mit der Arbeitswelt zu tun haben. Heimarbeit, die lange Zeit von Unternehmen sehr kritisch beäugt wurde, ist mittlerweile bei Unternehmen und MitarbeiterInnen sehr beliebt geworden. Es hat sich herausgestellt, dass der Aufenthalt zu Hause deutlich entspannt, man hat nicht viele hektische KollegInnen um sich und kommt viel schneller voran. Die Befürchtung, dass man zuwenig arbeitet und es sich gemütlich macht, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: oft wird zu Hause zuviel gearbeitet.
Es hängt aber vom Menschen selbst ab, ob die Heimarbeit überhaupt möglich bzw. umsetzbar ist. Manche MitarbeiterInnen haben daheim die Möglichkeiten gar nicht und andere trennen strikt zwischen Job und Privatleben. Fakt ist aber, dass die Zahl jener, die daheim für das Unternehmen tätig sind, stetig steigt. Mag sein, dass es daran liegt, dass man sich daheim wohler fühlt, wahrscheinlich ist dies ein Grund. Ein weiterer ist wohl, dass man dem hektischen Treiben am Arbeitsplatz für ein paar Stunden entgehen kann.
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