von Daniela Holzer
Praktisch täglich werden neue Nachrichten verbreitet, wie beliebt das Internet ist und wie wichtig ein Internetauftritt besonders für junge Unternehmen geworden ist. Ein Geschäftsfeld wird dabei selten bis gar nicht berücksichtigt, das aber stark an Wert gewonnen hat - der Handel mit Domains.
Dabei ist nicht das Domain-Grabbing gemeint, bei dem neu erscheinende Domain-Typen (z.B. *.eu, *.tv etc.) massenweise registriert werden, um sie dann teuer zu verkaufen, sondern es geht um den direkten Handel mit begehrten Domains, die bereits live im Einsatz sind. Manchmal wechselt nur die Domain den Besitzer, in seltenen Fällen wird der gesamte Internetauftritt samt der Internetadresse veräußert.
Aufsehen sorgte beispielsweise der Verkauf von www.mozart.at um EUR 70.000,-- im Jahr 2000. Das war für eine österreichische Domain ein absoluter Rekordwert für eine einzelne Domain. Ende 2007 wurde dieser Wert aber geradezu pulverisiert, als www.job.at um EUR 400.000,-- verkauft wurde.
Solche Domains haben zwei zentrale Charaktereigenschaften: sie sind sehr kurz und damit für die Suchmaschinen sehr attraktiv und sie beinhalten ein Schlüsselwort (englisch Keyword), das von vielen Menschen gekannt und gesucht wird. Sowohl bei der Domain Mozart als auch bei Job ist das der Fall und damit steigt auch der Marktwert.
Da solche Domains nicht wie Sand am Meer vorhanden sind und sehr begehrt werden, wird es immer wieder sehr kostspielige Besitzerwechsel geben.
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