von Christoph Bauer
Die letzten Monate waren für Anleger an der Börse wenig erfreulich. Viele Titel sind stark abgestürzt und die Immobilienkrise der USA, die sich zu einer Finanzkrise ausgeweitet hatte, ist noch lange nicht ausgestanden. Ständig kommen neue Hiobsbotschaften, die die Kurse ins Minus treiben.
Im Gegenzug hat sich der Ölpreis im Jahr 2007 um über 50 Prozent gesteigert. Während die Pendler weltweit über die hohen Kosten für Treibstoff klagen, kratzten sich Beobachter den Kopf, weil es keinen Grund für die Rekordpreise gab. Es stellte sich heraus, dass vor allem die Spekulation und die Aussicht auf hohen Gewinn der Hauptgrund für den hohen Einkaufspreis für Erdöl war.
Somit wurde Erdöl erstmals nicht ein Mittel zum Zweck, um Fahrzeuge und Maschinen anzutreiben, sondern um als Handelsgut hohen Profit abzuwerfen. In dieser Form war Erdöl bisher nicht betrachtet worden und zum Leid jener, die vom Benzinpreis abhängig sind, wird die Spekulation weitergehen.
Damit wurde ein neues Geschäftsfeld gefunden, denn die Rohstoffe sind nun generell einer Preisspirale unterworfen, weil viele Anleger sich von den unsicheren Aktien und Investmentfonds abgewendet haben und nun mit den Rohstoffen handeln. Die günstige Zinssituation in den USA, die hohe Inflation in Europa und weitere Wirtschaftsparameter begünstigen den Handel obendrein.
So ist es keine Überraschung, dass Rohstoffe wie Gold, Platin, aber auch Agrarprodukte wie Mais oder Soja Rekordpreise erzielen und ständig neue Nachrichten über Rekordwerte von den Medien geliefert werden. Die Aussicht auf hohe Profite steht dabei im Widerspruch zur Hoffnung vieler Menschen und Unternehmen, dass sich die Rohstoffpreise absenken könnten. Nach Stand der Dinge werden die Rohstoffpreise daher in nächster Zeit ein sehr hohes Niveau halten.
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