von Bettina Triebl
Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, ob diese mit der derzeitigen Arbeitsplatzgestaltung
zufrieden sind oder ob sie sich Änderungen wünschen. Beachten
Sie bei dieser Gelegenheit gleich die wesentlichen Stützpfeiler der
Ergonomie und bringen Sie diese in Ihr Gespräch mit ein.
Was ist Ergonomie überhaupt?
Ergonomie ist die Wissenschaft über das menschliche Arbeiten. Ihr
Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen den Menschen anzupassen. Als Teil
der Arbeitswissenschaft ist ihr Hauptanliegen der individuelle Gesundheits-schutz.
Auch eine humane Arbeitsgestaltung und der Schutz der Psyche zählen
zu ihrem Aufgabenbereich. Wie kann man einen Arbeitsplatz ergo- nomisch
gestalten?
Will man einen Arbeitsplatz ergonomisch korrekt gestalten, muss man
auf sämtliche Komponenten wie Tisch, Stuhl, Anordnung der technischen
Geräte auf dem Schreibtisch, Beleuchtung usw. achten.
Zusammenfassend sollte man folgende Ergonomieregeln für Bildschirm-
arbeitsplätze
einhalten:
- Richten Sie Ihre Sitz- und Körperhaltung und Ihren Bildschirm
nach der oben angeführten Skizze ein
- die Haltung von Arme und Beine sollte einen Winkel von 90 Grad aufweisen
- Optimale Tischhöhe beträgt zwischen 70-75 cm
- Bei kleineren Personen Fussstütze verwenden
- Gerade vor dem Bildschirm sitzen (d.h. Bildschirm nicht seitlich positionieren
und Körper drehen)
- Achten Sie auf ausreichende Beinfreiheit
- Lendenwirbelstütze der Sessellehne ins Hohlkreuz einrichten
- Abstand Auge zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen
- Bildschirm 90 Grad zum Fenster aufstellen
- Achten Sie auf die Qualität des Monitors
- Monitorgröße sollte mindestens 15 Zoll, optimal 19 Zoll betragen
- Bildschirmeinstellung mit hellem Hintergrund
- Auf ausreichende Auflagefläche für die Hand achten
- Achten Sie darauf, dass Kabel nicht frei umher liegen, sondern in
Kabel- kanälen
installiert werden
- Nach einstündiger intensiver Bildschirmtätigkeit für 10
Minuten eine andere Betätigung ausführen
Zusätzlich sollten noch folgende Punkte beachtet werden:
Raumluftqualität
Wichtig ist es, dass man 2 oder 3 mal täglich die Büroräume
lüftet. Beim Arbeitsplatz sollte nicht geraucht werden, sondern entweder
am Balkon oder in einem abgesonderten Raum (Fairness gegenüber Kollegen).
Temperatur in den Büroräumen
Die Temperatur sollte zwischen 20-25°C betragen
Luftfeuchtigkeit
Empfohlen wird eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40-45%. Unter 30% kann
es zu gesundheitlichen Beschwerden (trockene Schleimhäute) kommen. Bei
hoher Luftfeuchtigkeit zwischen 55-60% besteht wiederum die Gefahr dass an
kalten Wänden Wasser kondensiert und es zu Schimmelbildung und Bauschäden
kommen kann. Falls bei zu geringer Luftfeuchtigkeit eine Luftbefeuchtung angeschafft
wird, so ist von Zerstäubergeräten abzuraten (diese geben auch Staub,
Pilzsporen und Bakterien in die Luft ab) und Verdampfer- und Verdunstergeräte
zu empfehlen.
Beleuchtung
Am besten geeignet für die Büroräume sind Indirektleuchten,
die die Decke anstrahlen. Das dadurch reflektierte und stark gestreute Licht
erzeugt eine besonders harmonische Leuchtdichteverteilung im Raum. Am Arbeitsplatz
selbst sind Tageslichtlampen zu empfehlen, die das Spektrum der Sonne möglichst
genau nachahmen und daher für die Augen angenehmer sind. Wichtig ist dass
Blendungen durch einfallendes Tageslicht (durch Fenster, Spiegelungen,..) vermieden
werden.
Fussbodenbelag
Verwenden Sie keinen Teppich im Büroraum – dieser ladet sich statisch
auf und ist gleichzeitig ein Staubfänger, den man trotz regelmäßiger
Reinigung nicht sauber halten kann (Teppiche können Auslöser für
Stauballergien sein!).
WICHTIG: All diese Tipps verstehen sich als richtungsgebende
Hinweise. Es muss vor jeder Änderung in jedem Fall eine Absprache mit
allen Kollegen und mit dem Vorgesetzten geben und ein gemeinsamer Lösungsweg
gefunden werden! Die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und den
Vor- gesetzten steht für eine optimale Lösungsfindung!
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