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DIE BUSINESS-MISSION >1 >2
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Die Elemente einer Business-Mission >1
Das Zusammenwirken der Elemente >2

von Wolfgang Winkelbauer

Untersuchungen haben ergeben, dass tägliche Probleme, Hürden und Herausforderungen zum Grossteil das Handeln und Wirken eines Unter- nehmens bestimmen. Die Ziele und die Visionen – und damit auch der Zweck der Unternehmung – wird in vielen Fällen in den Hintergrund gerückt. Im Denken und in den Diskussionen von Führungskräften spielt das Konzept der Vision aber nach wie vor eine massgebliche Rolle. Wegen der bisher nicht beseitigten Schwammigkeit und vor allem wegen der Beliebigkeit der Verwendung des Visionsbegriffs ziehen wir den englischen Begriff der "Mission" vor und für den Zweck der Unter- nehmensführung den Begriff "Business Mission" oder "Corporate Mission".

Elemente einer Business Mission

Viele Unternehmer bzw. Manager unterlassen das Konzept der Business Mission, weil dessen Erstellung mit zeitraubenden Diskussionen ver- bunden ist. Ein solches Konzept kann man nicht mit einem Schlagwort oder einer Phrase festlegen, vielmehr steht die Mission auf drei Säulen von elementarer Wichtigkeit. Fehlt eine Säule, kann das Konzept nicht durchgeführt erfolgreich durchgeführt werden. Die (Gedanken-)Säulen sind:

1. Was benötigt der Markt? bzw. Wofür bezahlt uns der Kunde?

2. Worin besteht unsere Überlegenheit? bzw. Was können wir besser als andere?

3. Woher kommt unsere Kraft? bzw. Woran glauben wir?

Scheinbar handelt es sich dabei um einfachste Fragen. Die Praxis zeigt aber, daß die offensichtlich richtigen, schnell gefundenen Antworten fast immer falsch sind. Wer daran geht, diese drei Fragen mit jener Ernst- haftigkeit zu beantworten, welche die Entscheidungen benötigen, die man darauf stützt, wird sehen, dass es schwierige Fragen sind, solche, die in den Wesenskern jeder Organisation gehen. Und das ist ja der Sinn der Business Mission.

Der Bedarf
Was benötigt der Markt? - diese Frage führt den Unternehmer sofort zum Kunden. Doch wer ist der Kunde? Und: Wer ist nicht unser Kunde und warum nicht? Die Antwort darf daher auch nicht lauten: wir haben 35 % Marktanteil, ganz im Gegenteil: wir können 65% der potentiellen Kunden mit unseren Produkten nicht erreichen!! Bloss - warum nicht? Es ist in weiterer Folge auch oft nebensächlich, ob sie einen Zuwachs erreichen oder nicht – wichtig ist die Offenlegung der Tatsache, worin Ihr USP liegt bzw. warum die andere Gruppe ihre Leistungen nicht annimmt.

Schon früher war es wichtig, als Unternehmer gut informiert zu sein. Heutzutage, im Zeitalter der Computer ist das Einholen der Informationen noch wichtiger, aber auch einfacher geworden. Wirklich? Nun, die meisten Unternehmer haben erschöpfende Daten aus ihrem eigenen Geschäft oder Betrieb; was sich jedoch "jenseits des Gartenzaunes" auf dem Markt oder auch bei der Konkurrenz zuträgt, wissen die wenigsten. Daher ist es sehr wichtig, den Markt genau zu beobachten, denn dessen Veränderungen beeinflussen auch das eigene Unternehmen.

Das Vermögen
Die Säule zwei in der Business Mission ist die Frage des eigenen Vermögens - was können wir und was können wir ein bisschen besser als die Konkurrenz? Viel zu oft analysieren Unternehmer die Schwächen der Organisation, des Produktes, der eigenen Effizienz. Tatsächlich geht es in dieser Phase der Business Mission um das Herausarbeiten der eigenen Stärken und Möglichkeiten.

Was können wir? Was können wir wirklich? Und was können wir - ein bisschen - besser als andere? Man beachte, dass hier nicht von Spitzenleistungen die Rede ist, nicht von Rekordabständen und nicht von den Wundern, die in den Büchern so oft im Zentrum stehen. Ein bisschen besser als andere zu sein ist schon sehr viel, und jeder erfahrene Manager weiss, dass es alle Kraft kostet, schon kleine Abstände zu halten oder gar auszubauen. Es ist dieselbe Erfahrung, die jeder Sportler macht.

Der Glaube
Der Glaube - Das dritte Element der Business Mission hat nichts mit Religion zu tun. Es geht hierbei um den Antrieb, der den Menschen und auch die Organisation zu besonderer Leistung voranbringt.

Das ist zwar auch keine Selbstverständlichkeit, aber doch auch kein ernsthaftes Problem. Es ist jene Kraft, die man dann braucht, wenn man in wirklichen Schwierigkeiten ist; wenn man die wirklich grossen Anstrengungen zu erbringen hat, wenn man die letzten Reserven mobilisieren muss. Das ist nicht eine Frage der üblichen Motivation, von Incentives usw. Die Geschichte insgesamt und auch die Wirtschaftsgeschichte kennt genügend Beispiele für dieses Phänomen, dass es die Mobilisierung der letzten Kraftreserven war, die - oft in hoffnungslos erscheinenden Situationen - die entscheidende Wende bewirkte. Möglicherweise braucht eine Organisation das nie - umso besser. Vielleicht kommt sie aber in eine Lage, in der es notwendig wird, jenen an die wirkliche Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit gehenden Einsatz zu verlangen, der weit jenseits dessen liegt, was man sich in gewöhnlichen Zeiten vorzustellen vermag.

Die Gründe für die Freisetzung solcher Reserven liegen in der Regel in einer existenziellen Bedrohung, oder es ist die Überzeugung, dass man im Dienste einer Sache oder Aufgabe steht, die wichtig genug ist, um eben diesen Einsatz zu leisten - zum Ersten, und zum Zweiten, dass man das im Kern auch leisten kann, weil man eben Stärken hat.



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Corporate Identity

Ein einheitlicher Auf- tritt des Unter- nehmens nach Innen und Aussen – die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

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