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COPORATE IDENTITY
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von Birgit Gruber

Tagtäglich entstehen neue Unternehmen, neue Produkte, neue Marken. In Zeiten zunehmender Konkurrenz, immer leichter austauschbarer Produkte und einer sehr kritischen Öffentlichkeit ist es (über-)lebens- notwendig geworden, sich von anderen Unternehmen durch eine unverwechselbare Identität abzuheben. Eine einzigartige Identität soll jedoch nicht nur nach aussen wirken um sich vor Kunden, Lieferanten und Finanzgebern klar von Konkurrenten abzugrenzen und die Wieder- erkennung des Unternehmens und seiner Produkte zu gewährleisten. Ein erfolgreiches und glaubwürdiges Unternehmensbild gründet in der Regel auf der Unternehmenskultur, die sich in den Werten, Normen und Einstellungen eines Unternehmens widerspiegelt. Um zu gewährleisten, dass sich die Mitarbeiter mit ihr identifizieren können, muss eine gute Identität auch nach innen wirken.

Ein unverwechselbares Auftreten und die Einzigartigkeit eines Unter- nehmens basieren auf einer durchdachten Corporate Identity (CI), die sich in drei Bestandteile untergliedert:
Corporate Design (Unternehmenserscheinungsbild), Corporate Behaviour (Unternehmensverhalten) und Corporate Communication (Unternehmenskommunikation).

Corporate Design (CD)

Das Corporate Design ist ein ganz wesentlicher Bestandteil einer erfolg- reichen Corporate Identity Strategie. Unter Corporate Design versteht man die Summe aller visuellen Informationen und Kommunikationen eines Unternehmens. Es beinhaltet nicht nur die Gestaltung und Nutzung eines Firmenzeichens (Logo), sondern schliesst die einheitliche Gestalt- ung aller visuellen Komponenten eines Unternehmens zu einem unver- wechselbaren Erscheinungsbild ein – ob nun Typographie, Graphik- design, Marken- oder Produktdesign. Auch die gestalterische Präsen- tation im Internet muss mit der vorhandenen Aussendarstellung einhergehen und diese ergänzen. Die Architektur, die Gestaltung eines Messestands, selbst die Kleidung der Mitarbeiter und deren Visitenkarten sind nicht zuletzt Bestandteil des Corporate Designs.

Wozu?

Um sich in der Informations- und Werbungsflut durchzusetzen, ist ein konsequentes Auftreten notwendig. Werden Gestaltungselemente, wie zum Beispiel ein bestimmter Schriftzug konstant eingesetzt, können sie dem Initiator über kurz oder lang eindeutig zugeordnet werden. Dadurch erhöht sich der Bekanntheitsgrad und der Wiedererkennungs- wert (Synergieeffekte). Ein gutes CD schafft Kontinuität in der gesamten Unternehmenskommunikation. Dies schafft Glaubwürdigkeit und Ver- trauen und steigert die Anerkennung und Sympathie – nicht nur nach aussen, sondern auch innerhalb des Unternehmens, was sich sehr positiv auf die Motivation der Mitarbeiter auswirkt.
Kurz: Ein gut gestaltetes und organisiertes CD dient letztendlich dem Image, der Absatzförderung und somit der Erreichung der Unter- nehmensziele.

Corporate Behaviour (CB)

Ob sich eine CI wirklich auf die gelebte Unternehmenskultur bezieht oder doch nur Dekoration oder Kosmetik ist, zeigt sich im Verhalten der Führungskräfte und Mitarbeiter. Ethische Werte, Bewertungsverfahren und Mitarbeiterführung prägen die CI mindestens genauso wie das Corporate Design.

Corporate Communication (CC)

Hinter dem Begriff Corporate Communication verbirgt sich der Werbe- und Verkaufsförderungsauftritt eines Unternehmens - sämtliche kommunikationspolitischen Grundsätze. Neben dem CD trägt sie dazu bei, dass das Unternehmen bei der Zielgruppe wiedererkannt und ein positives Image nach aussen, aber auch nach innen vermittelt wird. Zur CC zählen z.B. Informations- und Werbekampagnen, Geschäftsaus- stattung und Broschüren, bis hin zur täglichen Kommunikation – ob mit Geschäftspartnern oder mit Arbeitskollegen in der Cafeteria.

Kriterien für ein gutes Corporate Design:*

* siehe Corporate Design - Anmerkungen zu meinem CD-Verständnis, Werkstattbrief von Wolfgang Beinert
  • Aufmerksamkeitswert
  • Prägnanz
  • Eigenständigkeit
  • Wiedererkennungswert
  • Langlebigkeit
  • Variationen und Ausbaufähigkeit
  • Ä sthetik
  • Modernität (zeitgemäßes Empfinden)
  • Emotionale Steuerung
Bevor neue Gestaltungsmassnahmen festgelegt werden, muss man sich darüber im Klaren sein, welche Änderungen im Erscheinungsbild die gewünschte optische und qualitative Wirkung erzielen. Es ist vor allem darauf zu achten, dass eine knappe, zentrale Aussage eher im Gedächtnis bleibt und identifiziert wird, als eine sehr komplexe. Es gilt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Schafft man das, ist der Grundstein für eine gute Corporate Identity gelegt.

Quellen:
>  http://www.beinert.net/wissen/index.html
>  http://www.ideereich.de/DieterHerbst/Themen/ci/ci.html
>  http://www.philso.uni-augsburg.de

 

 


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