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GRUNDLAGEN ZUM OUTSOURCING
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von Peter Heinrich

„Outsourcing“ - Wie so oft handelt es sich um ein Modewort eines Unter- nehmensprozesses, der längst bekannt ist, nämlich der Auslagerung von Arbeitsvorgängen aus dem eigenen Betrieb. Nun stellt sich die Frage, was das Outsourcing bringt, warum es immer öfter angewandt wird und wer davon profitiert. Eine vom Management- und Technologie-Dienstleister Accenture durchgeführte Studie prognostiziert für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum des Outsourcing-Marktes in Österreich von 397 Mio. auf 676 Mio. Euro (neun Prozent), wobei die strategische Orientierung stark zunehmen soll – damit liegt Österreich im Drei-Länder-Vergleich mit 86% an Unternehmen, welche Outsourcing betreiben, an erster Stelle.

Outsourcing bedeutet konkret - wie bereits oben genannt - Bereiche oder Arbeitsaufgaben an Partner oder Subunternehmer weiterzugeben. Damit ist nicht nur die Arbeit an sich sondern auch die Verantwortung und das Risiko gemeint. Dieser Prozess ist jedoch nicht neu und betrifft Grosskonzerne ebenso wie Kleinstunternehmer.

Beispielsweise ist das Abtreten der Buchhaltung an einen Wirtschafts- treuhänder bereits als Outsourcing anzusehen; die Alternative wäre das Anstellen eines eigenen Buchhalters. Die Praxis zeigt aber, dass in den meisten Fällen das Auslagern dieser Aufgaben an die Experten sinnvoller und effektiver ist. Ein anderes Beispiel wäre das Auslagern der Arbeiten rund um eine Internetseite: wozu sich die Mühe machen und das Programmieren erlernen oder einen teuren Programmierer anstellen, wenn es Designerfirmen gibt, die sich täglich damit beschäftigen?

Der grosse Vorteil des Outsourcing liegt nicht unbedingt bei der Kostenminimierung; zwar wird diese auch erreicht, aber wesentlicher ist die Tatsache, dass man auf das Know-how von Experten zurückgreifen kann, ohne sich in Unkosten stürzen zu müssen. Dazu kommt das Aufteilen des Risikos. Ein bekanntes Beispiel in Österreich ist der BMW-Grossauftrag für Magna Steyr für den BMW X3. Magna Steyr trägt das Risiko, dass bis 2004 ein sicheres, perfektes Fahrzeug vom Stapel geht, hat aber ausnahmslos mit dieser Aufgabe zu tun. Da Magna Steyr bereits mehrfach die Kompetenz beim Fahrzeugbau bewiesen hat, kann BMW auf dieses Wissen zurückgreifen, belässt aber Marketing und alle weiteren Bereiche im eigenen Hause.

Dieses Beispiel zeigt deutlich das Konzept vom Outsourcing: es werden Teilbereiche an Experten weitergegeben und von deren Know-how profitiert wodurch sich das eigene Unternehmen auf sein Spezialgebiet konzentrieren kann. Das Wissen wird durch die Kooperationen also gebündelt und die Effizienz deutlich erhöht.

Gründe für Outsourcing

Expansion: Bei einer eventuellen Markterweiterung braucht man Experten für das nötige Marketing und für den größeren Vertrieb.

Fixkosten reduzieren: Oft sind die Spezialisten zu teuer, um sie an- stellen zu können. Eine Kooperation mit entsprechenden Unternehmen macht dann mehr Sinn.

Auslastungsprobleme: Mitunter sind Abteilungen nicht voll ausgelastet, wodurch unnötig hohe Fixkosten anfallen; dies könnte mit Outsourcing unterbunden werden.

Minimieren des Risikos: Das Risiko wird gering gehalten, besonders bei forschungsintensiven Bereichen und Branchen ist das von grosser Bedeutung.

Globales Denken: Mit Outsourcing wird es leichter, seine eigenen Unternehmensgrenzen "zu sprengen", da auf Partner vor Ort zurück- gegriffen werden kann.




 


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