von Gottfried Scheilberger
1. Verbindlichkeit
Durch die Verbindlichkeit wird festgelegt, dass sich beide Vertrags-
partner an den abgeschlossenen Vertrag halten müssen. Daher ist
die Vertragsverhandlung äusserst
wichtig, denn hier ist jeder Vertrags- partner selbst dafür verantwortlich,
dass er seine eingegangenen Ver- pflichtungen erfüllen kann.
2. Gültigkeit
Generell können bei Dingen des täglichen Gebrauches Verträge
münd- lich oder schriftlich abgeschlossen werden. Manche Verträge
müssen allerdings in der schriftlichen Form erfasst werden, wie
beispielsweise Bürgschaftserklärungen, Grundstücksverträge
oder Abzahlungsverträge. Manche unter diesen müssen zusätzlich
noch notariell beglaubigt werden. Hier kann Ihnen Ihr Rechtsanwalt
am besten weiterhelfen, er hat verbindliche Übersichten vorliegen,
welche Verträge welcher Form verlangen.
3. schriftlicher Vertrag
Auch wenn die Schriftform per Gesetz nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt
es sich sämtliche Verträge schriftlich festzuhalten, um
Missverständnisse zu vermeiden und „etwas in der Hand
zu haben“. Bei schriftlichen Verträgen sollten folgende
Punkte auf jeden Fall beinhaltet sein:
- Wer sind die Vertragsparteien?
- Was soll im Vertrag geregelt werden?
- Wie sind die Kündigungsfristen?
- Wie sind die Zahlungs- und Lieferbedingungen?
- Was geschieht, wenn die Vertragsbedingungen nicht eingehalten werden?
Bitte beachten Sie: Ein Fax wird nicht als schriftliche Vertragsform
angesehen, E-Mails nur mit elektronischer Signatur.
4. Handelsgebräuche
und Gepflogenheiten
Jungunternehmer müssen von Beginn an sich den einschlägigen
Handelsbräuchen und Gewohnheiten halten – bei Verbrauchern
wird hier Unwissenheit durch die Verbraucherschutzbestimmungen gedeckt,
Jungunternehmer müssen hier selbst darauf achten und sich ent-
sprechend anpassen. (Beispielsweise dass mündliche Absprachen
schriftlich bestätigt werden).
5. Gesetzliche Regelungen
Durch die Regelungen des Handelsgesetzbuches wird die rechtliche Beziehung
zwischen Kaufleuten zusätzlich verschärft. Wer beispielsweise
eine mangelhafte Ware reklamieren will, muss dies unverzüglich
tun bzw. auf die entsprechenden Fristen achten (bei Lebensmittel
kürzere als bei komplizierten Maschinen). Wer diese Fristen
nicht beachtet verliert den Anspruch auf Ausgleich oder Ersatz!
6. Sprache
Achten Sie darauf dass Sie das Vokabular der Vertragsgestaltung kennen
und wissen was sich hinter den einzelnen Begriffen wie Gewährleistungsrecht
oder Haftungsausschuss versteckt.
7. Handel im Internet
Für Verträge die über das Internet abgeschlossen werden
gibt es die elektronische Signatur. Diese wird durch Verschlüsselungstechnik
gesichert und soll so Fälschungen verhindern. Anhand eines Signatur-
schlüssels
kann der Vertragspartner eindeutig identifiziert werden.
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Standortkriterien
Welche Faktoren spielen bei der Wahl des Standortes eine wesentliche
Rolle?
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Business-Mission
Bereits vor der Gründung sollte man sich ausführliche Ge- danken
zur Business Mission machen - im rauen Unternehmer- alltag gehen diese Vorhaben
meist unter.
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